Umweltfreundlich drucken

„Umweltschutz ist eine Chance und keine Last, die wir tragen müssen.“ – Helmut Sihler

umweltfreundliches-drucken-piacekUmweltbewusstsein ist mehr als ein Trend. Für viele ist es bereits Alltag, den Umweltschutz auf so vielen Ebenen wie möglich zu berücksichtigen. Die Nachfrage nach ökologischen Produkten und Dienstleistungen steigt weiter, auch nach umweltfreundlichen Druckprodukten. 

In vielen Bereichen lässt sich der ökologische Fußabdruck eines Produktes leicht und ohne viel Recherche erkennen. Unverpackte biologische Äpfel aus der Steiermark sind natürlich umweltfreundlicher als in Plastikfolie eingeschweißte Sorten aus Südafrika.

 

Aber wie ist das bei Drucksorten? Welche Punkte gilt es bei einem ökologischen Druck zu beachten und wie kommt man z.B. zu einem Ökoflyer?

Manchen wird ein zertifiziertes Recyclingpapier für die eigene Vorstellung von „umweltbewusst“ und „nachhaltig“ reichen, für andere müssen es vegane Biofarben und ein klimaneutraler Druck sein. Möglichkeiten für ökologische Drucksorten gibt es so einige.

 

Das Papier

Als Hauptbestandteil einer jeden Drucksorte spielt das Papier auch beim Umweltschutz eine wichtige Rolle. Die Verwendung zertifizierter und/oder recycelter Papiersorten ist eine Lösung zu nennen. So spart Recyclingpapier im Vergleich zu Frischfaserpapier einiges an Energie und Wasser

 

Zertifiziertes Papier

  • FSC® – Der „Forest Stewardship Council“ ist eine gemeinnützige Organisation zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. Er entwickelt weltweit hohe ökologische, soziale und wirtschaftliche Standards zum Schutz der Wälder und soll auch den Interessen der von Forstwirtschaft lebenden Menschen dienen. 
  • PEFC -Die Abkürzung steht für „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“ (= Programm zur Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen). Die unabhängige Non-Profit-Organisation setzt sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein, bei der soziale, ökologische und ökonomische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. 
  • Österreichisches Umweltzeichen: Papier, dem das Österreichische Umweltzeichen verliehen wird, muss hohe Qualitätsanforderungen erfüllen und umweltfreundlich hergestellt sein. So muss Druckpapier zur Gänze aus Altpapier bestehen. Das hochqualitative Papier für Zeitungen und Magazine wird aus Holz produziert, das zu 50 Prozent aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Für alle Papiersorten gelten strikte Beschränkungen für den Einsatz von Chemikalien und die Belastung von Luft und Wasser.
  • EU Ecolabel: Dabei handelt es sich um ein EU-weit anerkanntes Umweltzeichen.  Vergeben wird es an Produkte und Dienstleistungen, die nachweislich weniger Umweltauswirkungen haben als ähnliche Produkte. Auch Betriebliches wie Abfallmanagement und Energieeffizienz wird durch das EU Ecolabel vorgegeben.

 

Zertifizierte Drucksorten 

umweltfreundlich-drucken-wienFSC® und PEFC 

Im Laufe einer Zertifizierung wird festgestellt, ob das Unternehmen den Materialfluss (Einkauf, Lager, Verarbeitung, Verkauf) nach den Zertifikatsregeln kontrolliert. Das wird als „Chain of Custody“ bezeichnet. Ist dies der Fall ist das zertifizierte Unternehmen berechtigt, Produkte, die aus einer verantwortungsvollen Holzwirtschaft stammen, herzustellen und darauf das FSC®- bzw. PEFC-Siegel anzubringen. Kunden, die Drucksorten mit einem der Siegel bestellen, können sich darauf verlassen, dass alle Betriebe in der Produktkette zertifiziert sind und die Standards des Siegels erfüllen.

Umweltzeichen

Druckereien, die das Österreichische Umweltzeichen tragen, verwenden nur umweltfreundliches Papier sowie Toner und Druckfarben, die sich beim Recycling nachweislich vom Altpapier ablösen lassen. Folien und Klebstoffe, die den Prozess stören, sind nicht erlaubt. Der Einsatz von Substanzen, die die Gesundheit belasten und auch an der Bildung des bodennahen Ozons beteiligt sind, ist beschränkt.

Die Druckerei Piacek trägt seit 2008 das Österreichische Umweltzeichen und ist sowohl FSC®- als auch PEFC- zertifiziert.

Recycling

Bei umweltfreundlichen Druckerzeugnissen müssen sich Toner und UV-Druckfarben nachweislich vom Altpapier ablösen lassen. Außerdem sind Folien und Klebstoffe, die das Recycling stören, nicht erlaubt. Recyclingpapier spart Energie und Frischwasser.

Druckfarben

Während handelsübliche Druckfarben auf Mineralöl basieren, werden Biodruckfarben auf Basis pflanzlicher Öle und Harze hergestellt. Biodruckfarben können beim Recycling mit weniger Energieaufwand aus Papier herausgelöst werden und sind biologisch leichter abbaubar. Auch auf giftige Schwermetalle (z.B. Arsen, Selen) wird bei Biofarben bewusst verzichtet. Es muss aber erwähnt werden, dass es sich dabei nicht um chemikalienfreie und ungiftige Produkte handelt, auch wenn die Bezeichnung „Biodruckfarben“ schön klingt,

Ökostrom

Dazu zählt Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Wasser. Piacek bezieht zu rund 70 Prozent Strom aus Wasserenergie und Windenergie, der Rest stammt aus anderen Energiequellen, abgesehen von Atomenergie.

Versand

Ein nicht unerheblicher Anteil von umweltbelastenden CO2 Emissionen geht auf das Konto des Versands der Drucksorten. Um das zu vermeiden, ist es ratsam kurze Versandwege zu wählen und eine Druckerei in der Umgebung zu beauftragen.

Klimaneutral drucken

Für ein möglichst klimaneutrales Drucken, müssen Co² Emissionen verringert und/oder als Ausgleich für bereits entstandene Emissionen, Emissionszertifikate gekauft werden. Dieses Geld wird dann in Klimaschutzprojekte investiert. Auch bei Piacek können Sie klimaneutral drucken lassen.

Zusammenfassung

Viele Faktoren machen einen umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Druck aus. Somit ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar, inwieweit eine Druckerei darauf achtet und die Kriterien erfüllt. Darum sollte man Ausschau halten nach Zertifizierungen wie dem Österreichischen Umweltzeichen, FSC® und PEFC. Um CO² Emissionen beim Versand zu sparen, empfiehlt es sich, Druckaufträge an Firmen zu vergeben, die in der Umgebung bzw. im eigenen Land produzieren.

umweltzeichen
piacek-klima